Ein paar Leute waren zusammengelaufen. Die Knechte trieben die Maultiere an, und immer rascher, immer weiter schwankte die Sänfte.

23.

Am andern Morgen wandelte Herr Heinrich zu früher Stunde im Garten auf und nieder. Was war in diesen wenigen sonnigen Tagen alles gewachsen und erblüht! Bäume und Sträucher standen in vollem Grün, und jeder Windhauch war gewürzt mit dem Duft der jungen Blumen.

Frater Severin arbeitete an einem kahlen Beet. Um sich das Bücken zu erleichtern, stand er mit weitgespreizten Füßen und schnaufte wie ein Roß, wenn es schwer zu ziehen hat. Dicke Schweißtropfen perlten ihm von der Stirn.

„Guten Morgen, Bruder!“ grüßte Herr Heinrich.

„Guten Morgen, Reverendissime!“ Frater Severin richtete sich auf und drückte, eine schmerzliche Miene ziehend, die Faust in den Rücken.

„Heute hält’s wieder schwer mit dem Bücken, gelt? Hab schon gehört: gestern hat es wieder unchristlich lange gedauert im Kellerstübl.“