Da kam noch ein später Gast zum Sonnwendfeuer: Haymo, der Klosterjäger. „Schenket mir auch eine Scheib!“ sagte er zu den Burschen, die ihn mit herzlichem Willkomm empfingen.

„Schad, Jäger, du bist zu spät gekommen. Die Scheiben sind all schon vertrieben.“

„Dort liegt noch eine.“

„Die will sich nit treiben lassen.“

„Sie muß!“ Der Jäger packte den rußigen Klotz und warf ihn ins Feuer. Als die Scheibe um und um glühte, hob er sie mit der Stange aus den Flammen und sagte mit bebender Stimme den Spruch:

„Eine Scheiben

Will ich treiben

Meiner Herzallerliebsten zu Ehren!

Will’s einer wehren?“