„Was tut sie denn da? Schafft sie im Stall oder in der Küch?“

„Ich weiß es nit.“

Zenza blickte sinnend vor sich hin. Dann sprang sie auf. „Schau, es muß schon mitternächtige Zeit sein, das Mondmanndl steigt schon hinunter über die Berg. Geh, Bub, steh auf und mach, daß du heimkommst. Schau, du bist so müd und übernächtig, daß du dich schier nimmer auf den Füßen halten kannst. Da hast du dein Käppel und dein Griesbeil! So! Und jetzt schau, daß du heimkommst, und leg dich schlafen! Gut Nacht, Bub!“

„Gut Nacht, Zenza!“ sagte Haymo mit versunkener Stimme. „Und Vergeltsgott für den Haimgart!“

„Wohl! Kehr nur wieder einmal zu auf meiner Alm! Morgen bin ich nit daheim. Aber übermorgen, da findst du mich wieder.“ Ein schmerzliches Lächeln zuckte um ihren Mund. „Und jetzt schau, daß du heimkommst! Und schlaf auch! Gelt?“

„Wenn ich’s fertig bring. Gut Nacht, Zenza!“

„Gut Nacht, Haymo!“

„Vergeltsgott!“

„Und Glück auf Sonnwend!“

„Glück? Möcht wissen, wo’s herkommen soll?“