„Ist die Seph noch da? Die Polzer-Seph? Ich möcht reden mit ihr.“
Die Schwester nickte und schloß die Tür. Er hörte die Nonne auf dem knirschenden Kies davongehen. Nach einer Weile näherten sich langsame Schritte, und Seph erschien auf der Schwelle. Sie erblaßte vor Schreck und Freude. Wortlos reichten sie sich die zitternden Hände und sahen sich an.
Endlich atmete Sepha tief auf. „Grüß dich Gott, Polzer!“
„Grüß dich Gott auch, Seph!“
„Weil du nur wieder da bist! Mein Gott, ist das eine schieche Zeit gewesen!“
„Gelt ja?“
Er zog sie sanft von der Türe weg. Der Mauer zu Füßen setzten sie sich auf den welken Rasen und ließen die Füße in den Straßengraben hängen.
Sie sah ihn kummervoll an. „Hast du auch völlig den Gesund wieder?“
„Wohl! Bis auf den da halt!“ Er streifte mit einem Blick seinen lahmen Arm. „Der wird nimmer anders. Den muß ich haben.“
Ein Schauer rüttelte ihre Schultern, als sie mit den Fingern über den schlotternden Ärmel streifte und den leeren Knochen fühlte. Eine stille Weile verrann.