Sepha konnte nicht weiter sprechen. Denn Lippele drückte ihr die Hand auf den Mund und gebot: „Sei still, Mutter, ich muß dem Vater was zeigen!“ Und von Wolfrats Knien auf die Erde niederrutschend, schrie das Bübl mit brennendem Gesicht: „Schau, Vater, schau, was ich schon kann!“
Im Hui hatte der kleine Kerl das Jöppl heruntergerissen; er warf es auf den Boden, duckte sich, und schwupp, stand er kerzengerade auf dem Kopf. Freilich plumpste er gleich wieder auf die Seite; aber das tat dem Stolz keinen Eintrag, mit dem er sich erhob.
„Und das hast du im Klösterl gelernt?“ staunte Wolfrat.
„Wohl! Aber nit von den Klosterfrauen.“
Seph und Wolfrat sahen sich an und mußten lachen.
Wie lange war es her, seit diese Stube das letzte Lachen vernommen hatte!
Und dieses neugefundene Lachen war gesünder als jenes, an dem der Frater Küchenmeister hatte sterben müssen.
[34] Ein Bergknappe, der die geförderten Erze auf einem kleinen Wagen (Hund) hinwegschafft.
[35] Jede Schicht eines Arbeiters wurde in zwei aneinander gelegten Stäben durch eine Kerbe verzeichnet; den einen Stab behielt der Aufseher, den anderen der Arbeiter.