Jetzt mußte Haymo lachen. „Gott bewahr! Nur in der Karwoch, weißt, in der größten Fasten.“
„Sparst sie dir halt auf für den Feiertag, gelt? Freilich, beim Ostertanz kann sie einer brauchen, die vielen Wörtlen. Und die lang aufgehobenen, das sind die besten.“ Sie blitzte ihn mit ihren kecken Augen an. „Kommst du auch gewiß zum Tanz?“
„Wenn ich wissen tät, daß die richtige Tänzerin kommt.“ Haymos Blicke spähten seitwärts durch die Bäume.
„Sie kommt schon, brauchst dich nit sorgen drum!“
„Meinst?“ fragte Haymo rasch; dann schüttelte er den Kopf. „Wie kannst du denn wissen —“
„Sie hat mir’s selber gesagt,“ erwiderte das Mädel mit scherzender Wichtigkeit, „sie hat ja nit gar so weit zu mir!“
Das stimmte; denn wenn ihn der Bub, den er auf der Achenbrücke mit der Frage nach dem Haus des Sudmanns angehalten, nicht irrgewiesen hatte, dann wohnte Gittli dort drüben unter dem nachbarlichen Dach.
In freudiger Bewegung faßte Haymo die Hand des Mädels. „Sie hat es dir selber gesagt? Dann sag ihr wieder, daß ich komm! Ganz gewiß! Und dank schön für die Botschaft!“
„Zenza! Zenza!“ rief von dem stattlichen Bauernhause her eine ungeduldige Stimme.
„Ich komm schon!“ Und flüsternd wandte sich das Mädel wieder zu Haymo. „Mußt ihr aber auch einen Buschen bringen zum Feiertag!“