„Den schönsten, den ich find. Schneerosen!“
Sie schüttelte lachend den Kopf. „Die mag ich nit. Die sind mir alles zu kalt. Mußt schon wärmere suchen für mich! Und steck mir den Buschen vor Tag an das Kammerfenster! Dann trag ich ihn auf dem Kirchgang. Schau hinüber, das zweite Fenster neben der Tür!“
„Zenza! Zenza!“ rief’s wieder vom Hause her.
„Ich komm schon!“ Kichernd sprang sie davon, auf halbem Wege noch einmal zurückwinkend mit der Hand.
Haymo machte ein paar Augen, als wäre das Blaue vom Himmel gefallen und ihm gerade auf den Kopf. „So? So meinst du’s?“ brummte er. Dann lachte er auf und ging mit eiligen Schritten seines Weges weiter. Als die Straße zwischen Bäumen und Strauchwerk an das Ufer der Ache lenkte, hörte Haymo hinter sich die singende Stimme des Mädels:
„Ich weiß mir ein’ hübschen grünen Wald,
Dort laufen drei Hirschlen wohlgestalt,
Dort laufen drei Hirschlen hübsch und fein,
Die freuen dem Jäger sein Herzelein.“
Lauschend blieb Haymo stehen, und die Stimme sang weiter: