„Ist einer da, den gar keine andere mag?“

„Der Kropfenjörgi! Der Kropfenjörgi!“ schrien die Mädchen lachend durcheinander.

Zenza blickte suchend umher und sah in einem Winkel der Scheune einen Burschen hocken, mit blatternarbigem Gesicht und blöden Augen; wer ihn ansah, brauchte nicht mehr zu fragen, weshalb man ihn den Kropfenjörgi nannte. Zenza trat auf ihn zu und faßte seine Hand. „Komm, Jörgi! Heut tanz ich nur noch einen einzigen. Den tanz ich mit dir. He, Spielleut! Macht einen auf!“

Jörgi wurde rot und blaß; als er sah, daß Zenza es ernst meinte, stieß er einen gellenden Jauchzer aus, reckte sich stolz und faßte das Mädel um die Mitte.

Die Geigen klangen, die Sackpfeife dudelte, aber kein zweites Paar trat zum Reigen an; die Burschen und Mädchen standen im Kreis umher und begleiteten den Tanz der Zenza und des Kropfenjörgi mit johlendem Gelächter.


[13] Die Nächte vor dem Weihnachtsfest, vor dem Neujahrstag und vor dem Dreikönigstag hießen „Gebnächte“.

[14] Ulrich.