Abb. 128.
Lotte, dem Bedienten Werthers die Pistolen reichend. Rötelstudie im Besitz der Frau Dr. Ewald in Berlin.
Unter den Bildnissen, die Chodowiecki im letzten Jahrzehnt seines Lebens radierte, sind die zierlichen Brustbilder des Malers Graff und des Hofrats Wilhelm Becker (E. 742), sowie das Porträt des Geheimrats Höpfner (E. 784) die bestgelungenen. Eine Episode seiner Reise nach Dresden vergegenwärtigt eine Radierung aus dem Jahre 1795, die nach der Ansicht einzelner Kenner von seinem Sohne Wilhelm herrühren soll, der nur eine Zeichnung des Vaters dazu benützte. Da sehen wir eine Kavalkade von vier Männern in Reisetracht — der Maler Krüger, Wilhelm Chodowiecki, dessen Schwager Prediger Papin und den Meister selbst — über die Landstraße dahintrotten (E. 793). Chodowiecki konnte offenbar auch hier der Lust nicht widerstehen, während des Reitens den Griffel zu führen. Hatte ihm doch einmal solches Wagnis den Verlust einiger Zähne eingetragen, als er, um die Hände zum Zeichnen frei zu haben, die Zügel mit den Zähnen festhielt, und das Pferd stolpernd seinen Reiter abwarf.
Abb. 129.
Herbstfreuden. Entwurf zu der Radierung E. 472.
Federzeichnung im Besitz des Direktor Wichern in Altona.
Abb. 130. Entwurf zu der Radierung. Federzeichnung im Besitz der Frau Dr. Ewald. Berlin. (E. 447.)
Abb. 131. Entwurf zu einer Radierung aus der Folge. Lavierte Federzeichnung im Besitz der Frau Dr. Ewald. Berlin. (E. 306.)
Abb. 132. Entwurf zu einer Radierung aus der Folge. Lavierte Federzeichnung im Besitz der Frau Dr. Ewald. Berlin. (E. 306.)