Einteilung des Gebirges.
Zum Zwecke der Orientierung hat der Volksmund längst einen südlichen und nördlichen Gebirgsteil unterschieden und beide durch das Kinzigtal voneinander getrennt, ohne daß man sich aber genauere Rechenschaft darüber gegeben hätte, welches für beide Hälften die ihr Wesen bedingenden charakteristischen Merkmale seien. Geeigneter erscheint die Vierteilung in einen südlichen, mittleren, nördlichen und östlichen Schwarzwald. Erscheint die erstgenannte Teilgruppe als die Landschaft der vom Feldberg nach allen Seiten strahlenförmig auslaufenden Kämme und ihrer Verzweigungen, so haben wir in der zweiten neben einem niederen westlichen Vorlande in der Umgebung des Hünersedels zwei parallele Hauptkämme von südnördlicher Richtung und daran anschließend eine zum Donaugebiet abfallende Hochfläche; der nördliche Schwarzwald kann als das weitere Gebiet des von Süd nach Nord verlaufenden Hornisgrindenkammes definiert werden, der östliche endlich ist das überwiegend aus Buntsandstein, weiter südlich auch aus Muschelkalk aufgebaute, den Höhenunterschieden nach wenig gegliederte Hochland zwischen Pforzheim und Donaueschingen: in der Hauptsache der württembergische Schwarzwald.
Abb. 13. Holzschleifen im Zastler Tal.
Nach einer Photographie von M. Ferrars in Freiburg. (Zu [Seite 44].)
Abb. 14. Einzelhof im Zastler Tal. Nach einer Photographie von M. Ferrars in Freiburg. (Zu [Seite 43] u.[46].)
Der östliche Schwarzwald läßt sich gegen die westlichen Gruppen des Gebirges leicht abgrenzen durch das Tal der Untern Murg von Rastatt bis Freudenstadt, das der obern Kinzig von da bis Schiltach, des Schiltachflüßchens bis zu seiner Quelle am Ruppertsberg und der Brigach von hier bis Donaueschingen. Die das ganze Gebirge quer durchbrechende Kinzig trennt auf der Strecke Schiltach-Offenburg den nördlichen vom mittleren, das Tal der Dreisam, des Rot- und Höllenbachs und der oberen Wutach auf der Strecke Freiburg-Hinterzarten-Achdorf den mittleren vom südlichen Schwarzwald.
Orographischer Aufbau.