Bäume mit eßbaren Kastanien am Vierwaldstättersee.

(Photographie von G. Kraskowits.)

Gewöhnlicher Feigenbaum und Feigenopuntie auf der Insel Korfu.

Tafel 44.

Johannisbrotbaum.
(Nach einer Photogr. von L. Adamovic in „Karsten u. Schenck, Vegetationsbilder“.)

Zitronenhain bei Saló am Gardasee.

Auch die alten Ägypter kannten das Johannisbrot, das unter dem Namen dscharudsch oder garuta, d. h. Schote, aus Syrien zu ihnen gebracht wurde. Man aß es hier trocken oder eingekocht und bereitete daraus einen tarruku genannten süßen Trank. Auch als Medizin wurde es viel angewandt. Unter den Totenbeigaben sind in Kahun aus Gräbern der 12. Dynastie im mittleren Reich (2000–1788 v. Chr.) Reste von Schoten des Johannisbrotbaumes, samt Fruchtkernen, ebenso in solchen des ägyptisch-griechischen Gräberfeldes von Hawara im Fajûm gefunden worden. Nach Unger findet sich Johannisbrot auch auf einer altägyptischen Darstellung von Totenspeisen in einem Grabe der 12. Dynastie abgebildet. Später wurde der Fruchtbaum in Ägypten selbst angepflanzt. So fand Kotschy in einem Sarkophag neben einer Mumie einen Stock, der sich bei mikroskopischer Untersuchung als vom Johannisbrotbaum herrührend erwies.