Ein alter Kerl, verwittert wie ein Tannenbaum. In dem braunroten Gesichte, noch mehr aber in dem lederfarbenen Halse waren scharfe Furchen, als hätte man sie mit dem Messer hineingeschnitten.
Ein Raubvogelgesicht; die scharfgebogene Nase hing über den buschigen weißen Schnurrbart, dessen Haare sich wie Federn sträubten.
Kalte, graue Augen mit kleinen Pupillen, die sich ruhig aber scharf auf einen Gegenstand richteten, nicht hin und her fuhren und Gedanken verrieten. Wer den alten Burschen sah, mußte erkennen, daß er schon lange in des Herrgotts grünem Walde herumrevierte.
Und das war auch nicht daneben geraten.
Denn der Jagdgehilfe Lorenz Sprengelsperger tat schon über vierzig Jahre Dienst, und er hatte wahrhaftig nicht alle Nächte im Bette geschlafen.
»Ah, der Lenzei!« rief Anderl und nickte dem Alten freundlich zu.
Der erwiderte den Gruß und fragte:
»Hast auf an Bock g'schossen, Anderl?«
»Ja.«