Nur einen Augenblick, aber lange genug.
Der Schuß krachte; der Bock schlug mit den hintern Läufen aus und sprang abwärts in das Dickicht hinein, daß die Steine flogen. Dann war es still.
»Saggera,« sagte der Anderl, »den hab i woadwund g'schossen. Nachgeh' derf i eahm gar net; jetzt muaß i's scho lassen, wia's is.«
Er rückte den Hut aus der Stirne und schaute nachdenklich auf die Stelle hinunter, wo der Bock gestanden hatte.
Dann legte er die Büchse wieder an und zielte.
»Grad um a Ruckerl war's z'toa g'wen. A bissel weiter, wenn i vorn' ablass', lieget der do. Jetzt gibt's a lange Suach, und der Alt werd' aa net schlecht schimpfa.«
Er stand auf und pürschte leise weg.
Schritt für Schritt, und mit großer Achtsamkeit stieg er bergab, damit ihn der kranke Bock nicht vernehme und noch einmal hoch würde.
Wie er so eine Viertelstunde lang gegangen war, trat plötzlich rechts neben ihm ein baumlanger Mensch aus dem Hochholz auf ihn zu.