»G'spürt? Ja, g'spürt! Auf drei Büchsenschuß bin i dro g'wen. Und wenn nit da Teufi sei G'spiel dabei g'habt hätt, nacha hätt' oana mei g'hört.«

»In da G'schwend hinten?«

»Ja, de vorig Woch'. Beim helliachten Tag, in da Fruah um simmi! I steh obern Holzer Schlag; da fallt hinter meiner a Schuß. Du woaßt ja, wo de Graßlerwand an Eck einamacht? Hinter dera is g'wen. Ich glei umi, wia da Teufi, über d' Reißen; aba da hat mi scho oana g'spannt. I hör an Pfiff, und wia'r i übers Wandl umi kimm, siach i grad no, a vierhundert Schritt unter meiner, wia'r oana in d'Latschen einispringt. Aufziag'n und schiaßen is oans g'wen, aber treffa hon i 'n net kinna. Es is ja oamol z'weit g'wen. Jetzt schau Di o, a solchene Frechheit!«

»Herrgott, do wenn i dabei g'wen waar!« sagte der Anderl.

»Hättst 'n aa nimmer dawischt. Der Lump hat z'viel Vorsprung g'habt. Und es san aa mehra beinand g'wen, so Tiroler Spitzbuam.«

»De Lumpen, de vadächtigen,« stimmte Anderl bei.

»Woaßt, wia'r i abikimm,« fuhr der Sprengelsperger fort, »liegt a Gambsgoaß da. 's Kreuz hamm 's ihr a'gschossen. Aba mir kemma scho no amol z'samm, und nacha geht's anderst. Mi soll da Teufi lotweis holen, wenn i net oan 'naufschiaß, daß er flacken bleibt auf da Votzen. Den leg i um, oder i ho's no nia to!«

So zornig war der Sprengelsperger geworden, daß ihm die Pfeife ausging. Er blieb stehen und zündete sie wieder an und blies den Rauch links und rechts durch den Schnurrbart hinaus.