Hier grüßte von allen Wänden des edle Weidwerk. Im Hausflur der Gewehrrahmen mit einer stattlichen Reihe von Büchsen; daneben Schneereifen, Tellereisen und Entenfallen; in den Zimmern hing ein Hirschgeweih neben dem andern; dazwischen Rehgewichtel und Gamskrikeln, die meisten gut; nur selten ein geringes darunter.
Ausnehmend behaglich war die Wohnstube. Der gescheuerte Tisch, die kleinen schneeweißen Vorhänge gaben der Frau Förster kein schlechteres Zeugnis als die wohlgepflegten Blumenstöcke an den Fenstern.
Doch wer ihr Schaffen recht würdigen wollte, mußte in die Küche gehen und das blinkende Geschirr sehen.
Da hing alles am rechten Platze, Kessel und Pfannen, und vor dem reinlichen Herde stand eine kleine Frau, aus deren Gesichte ein Paar blanke ehrliche Augen sahen.
Die Haare waren schon grau, aber die flinken Hände ließen nicht an Alter und Gebrechlichkeit denken.
Es war ihr gut zusehen beim Arbeiten; und das mochte auch der Herr Förster denken, welcher breitbeinig unter der Türe stand und die Hände hinter dem Rücken zusammenlegte.
Er hatte eine behagliche Müdigkeit und einen scharfen Hunger heimgebracht.
»So is recht, Muatta,« sagte er aufmunternd, »koch ma no an großen Teller voll Voressen; i wer scho firti damit.«
»Kimmt der Anderl net hoam?« fragte seine Frau entgegen.