Ein Fensterflügel rührte sich, fast unmerklich, aber Hohenreiner hatte es blitzschnell gesehen.
Er wußte, daß der Lauscher genug gehört hatte, wenn der Verdacht Sprengelspergers begründet war, und dachte, daß ein längeres Reden ihn stutzig machen konnte. Deswegen nahm er Abschied von dem ehrlichen Praxenthaler, der sich in das Amtszimmer begab und gemeinschaftlich mit Herrn Redenbacher k. k. Kommißtabak verbrannte.
Es war ein paar Stunden später, gegen zwei Uhr mittag.
Der alte Sprengelsperger holte seine Büchse vom Nagel herunter und prüfte das Schloß. Er stach mit einer Nadel durch die beiden Zündlöcher, um sich zu vergewissern, daß sie nicht durch Staub oder sonstwie verstopft seien; dann setzte er neue Zündhütchen auf und sicherte die Hähne.
Als er damit fertig war, pfiff er dem Hunde, der freudig an ihm heraufsprang, und ging.
Vor dem Forsthause wartete er auf den Anderl und grüßte die Frau Förster, welche sich im Garten an den Blumenbeeten zu schaffen machte.
Sie winkte ihm und trat selbst an den Zaun heran.
»Sprengelsperger,« sagte sie, »ich hab's schon kennt, daß was los is. Mei Mann will mir's ausreden, aber i kenn Euch alle gut g'nug.«