»Aba, Frau Förschterin, wia S' no solchene Aengsten hamm mögen. Der Anderl hat halt an Bock ang'schossen, und den derf'n ma do net verfaul'n lassen.«
»Ja, ja; is scho recht. Du redst halt, was Dir ang'schafft is. Aba glaubst denn, i hab's net g'merkt, daß Du wegen was B'sondern rüberkommen bist, und daß mei Mann bei Dir drent war? Und daß i heut nach 'm Essen mit 'n Oberaufseher hätt' taroken sollen, des hat do aa sein Grund g'habt.«
»Ja, aba wenn i Eahna sag ...«
»Geh, sei staad! Sag'n tuast ma's ja do net; aba des muaßt ma wenigstens versprechen, gib mir acht auf'n Buab'n.«
»Jetzt, Sie san g'spaßig, Frau Förschterin. I woaß net, was i da sagen soll.«
»Nix, weil'st mi ja do bloß o'lüagst. Aba gib acht auf'n Anderl. I bin in der größt'n Angst dahoam.«
Sie reichte ihm die Hand über den Zaun, und Sprengelsperger drückte sie mit einer verlegenen Gebärde. Er war froh, daß Anderl endlich aus der Türe trat und dem Gespräche ein Ende machte. Dieser grüßte die Mutter flüchtig, wie er es sonst gewohnt war, und trieb zur Eile an. Die alte Frau wollte nicht zeigen, daß sie eine schwere Sorge bewegte. Sie trat darum in das Haus, mit einer Hast, die dem Anderl auffiel.
»Was hat denn d'Muatta?« fragte er.
»De hat's guat g'spannt, daß heut was net sauber is,« gab der Sprengelsperger zur Antwort. »Mi hat's anderst in d'Eng trieben, mei Liaba! Dei Muatta waar guat zum Beichtsitzen. Sappera no amol!«
»Ja no,« sagte der Anderl gleichmütig, »mir könnan ihr net helfa, wann's as aa g'neißt hat. Aba jetzt mach, daß ma weita kemman!«