Da zeigte es sich, daß Kaspar ein dummer Kerl war, der im Eifer allemal die Lehren des Herrn Schreinermeister Holzweber vergaß.

In seiner Freude über den Schuß trat er auf die Wiese heraus und ging auf das verwundete Stück zu.

Er meinte wohl, das bleibe so liegen und er könnte es recht mit Vergnügen betrachten.

Aber wie ihn der Hirsch sah, nahm er die letzte Kraft zusammen, raffte sich auf und sprang in wilden Sätzen den Hang hinunter.

Im Augenblicke nahm ihn der Wald in seinen Schutz auf; man hörte Aeste krachen, Steine poltern; dann war es ruhig.

Da stand jetzt der Kaspar Gfeiler und schaute. Und wäre er nicht ein gottesfürchtiger Tiroler gewesen, hätte er wohl abscheulich geflucht. Sein Bruder und der Peter waren schnell bei ihm und sagten ihre Meinung ohne Ehrfurcht.

Was war jetzt zu machen?

Auf alle Fälle warten, bis der Jakele kam.

»Sell hascht wieder amol sauber angangen; a so a Malefizpatzerei! Der Hirsch hat unser g'hört, wenn D' no grad a Viertelstund auf'm Schtand blieben wärscht!«