»Wärscht ihm halt völlig nachg'laufen; vielleicht hätt'scht ihn derwischt. Bei der Nacht können mir ihn doch nit suchen!«
»Weit kann er nit sein.«
»Weit oder nah, sell isch gleich. Mir können nix machen.«
Der Gfeiler Josef kam seinem Bruder zu Hilfe.
»I mein,« sagte er, »mir warten, bis es hell wird. In aller Früh können mir den Hirsch noch suachen.«
»Sell isch ganz g'fährlich,« erwiderte Holzweber, »wenn die Jäger den Schuß g'hört haben, gehen s' ihm nach, und mir laufen ihnen grad in d'Händ'.«
»Den Schuß haben sie nit g'hört; sie sein zu weit weg.«
»Sell weiß man nit.«
»Jakele, ganz leer sollen mir nit heim,« riet jetzt auch Hosp, »mir können noch bei der Dämmerung den Hirsch suachen. I sag, mir haben ihn schnell; aft brechen mir ihn auf und verschtecken ihn, und holen ihn morgen bei der Nacht.«
Holzweber gab nach, wenn auch mit Widerstreben. Er sagte immer wieder, daß solche Wagnisse zur Entdeckung führten, und daß ihn sein Vater oft und oft davor gewarnt habe, anders als bei Nacht zu wildern.