Da hat Aennchen heimlich gelacht, und sonst ist sie doch immer unglücklich, wenn etwas von mir herauskommt. Aber diesmal hat sie gelacht und hat gefragt: „Was willst Du denn machen?“

Ich habe gesagt: „Das weiß ich nicht. Vielleicht mach ich einen Speiteufel in den Papagei seinen Käfig, oder ich rupfe ihn, daß er nackt wird, oder ich tue sonst was. Man kann es nicht vorher sagen, was man tut, weil man erst studieren muß, was sie am meisten ärgert.“

Aennchen hat gewispert: „Wenn Du etwas findest, daß sie geht, schenke ich Dir zwei Mark.“

„Das ist recht,“ habe ich gesagt. „Aber Du mußt mir zuerst eine Mark geben, weil ich vielleicht Auslagen haben muß.“ Sie hat mir auch eine Mark versprochen, und dann sind wir heimgekommen.

Wir haben an der Tür warten müssen, weil meine Mutter nicht so schnell gehen kann und mit der Tante zurückgeblieben ist.

Im Hauseingang hat die Tante gesagt:

„In Gottes Namen, da bin ich also wieder. Nein, wie es hübsch ist bei Dir! Du hast ja einen Kokusläufer da!“

Meine Mutter hat gesagt, daß der Gang im Winter so kalt ist, und daß sie den Läufer wegen ihrer Gesundheit angeschafft hat.

„Der Meter kostet gewiß vier Mark,“ hat die Tante gesagt. „Man kriegt schon um eine Mark fünfzig recht schöne Läufer.“