Und dann ist es ein bißchen still gewesen, und dann hat sie in ihrem Zimmer geschrien: „Das ist ja eine Gemeinheit! Das arme Tierchen!“

Und sie hat meine Mutter gerufen, sie soll hergehen und soll es anschauen, wie das Lorchen patschnaß ist, und das kann niemand gewesen sein, wie der nichtsnutzige Lausbub.

Das bin ich.

Meine Mutter hat in mein Zimmer hereingeschaut, und ich habe vor mich hingemurmelt, als wenn ich das unregelmäßige Verbum lerne.

Da hat sie gesagt: „Ludwig, hast Du den Papagei naß gemacht?“

Ich habe ganz zerstreut aus meinem Buch gesehen.

„Was für einen Papagei?“ habe ich gefragt.

„Der Tante ihren Papagei,“ hat sie gesagt. Da bin ich ganz beleidigt gewesen. Und ich habe gesagt, warum ich immer alles bin, und ich habe doch mein unregelmäßiges Verbum studiert, und ich kann es jetzt, und auf einmal soll ich einen Papagei naß gemacht haben.

Die Tante ist auch an die Tür gekommen und hat gerufen: „Wer ist es denn sonst?“ Ich habe gesagt, das weiß ich nicht, vielleicht ist es der Schreiner Michel gewesen, der hat eine Holzspritze und kann furchtbar weit spritzen damit.

Die Tante hat gesagt, ich soll mitgehen, sie muß es untersuchen, und meine Mutter ist auch mitgegangen.