Da sagte Frau Zwerger zu dem kleinen Mädchen:

„So, jetzt bedank Dich auch recht schön beim Herrn Amtsrichter, und mach ein Kompliment und gib ihm Dein Blumenbukettl.“

Fannerl knixte, wie man es in der Schule bei den englischen Fräulein lernt, und streckte ihr Sträußchen dem gestrengen Herrn hin.

Es waren zwei Rosen und drei gesprenkelte Nelken.

Eine solche Tathandlung war dem Josef Amesreiter noch niemals begegnet, und er geriet in einige Verlegenheit.

Jedoch, bevor er sich besann und den Fall richtig prüfte, hatte er die Blumen in der Hand und war Frau Zwerger mit der Adoption verschwunden.

Er ging einige Male auf und ab und überlegte.

Diese Sache war nicht einfach.

Es lag eine Schenkung vor, unleugbar, eine donatio inter vivos, und überdies konnte sie als der Belohnung halber geschehen sein.