„Mäßigen Sie sich. Ich mußte die Frage an Sie stellen; es handelt sich um eine wesentliche Bedingung des Konsensualkontraktes.“
„Vo mir aus. Wo is denn nacha de Wasch?“
„Sie wird Ihnen vorgezeigt werden; der Kauf wird nach Sicht geschlossen.“
Die Zugeherin führte den Tändler in ein Zimmer, in welchem zwei große Bündel auf dem Boden lagen. Das eine enthielt die gebrauchte Wäsche, in dem andern war die neuangeschaffte.
Michael Klampfner prüfte das alte Bettzeug mit Kenneraugen.
„Bedeuten tuat dös net viel,“ sagte er; „zwoamal waschen, nacha is dös G’lump hi. Aba, weil Sie ’s san, Herr Rat, gib i Eahna zwoa Markl dafür.“
„Zwei Mark? Der Kaufpreis scheint mir sehr niedrig gegriffen.“
„Ja, wos glauben S’ denn? Wer kaaft denn so wos? Do kenna S’ de arma Leut schlecht, wenn S’ moanen, de mögen was Alt’s. De kaafen sie liaba was Neu’s und bleiben’s auf Abzahlung schuldi.“
„Hm! ja, das mag sein,.. aber.. was sagen Sie, Frau Sitzelberger,“ wandte sich der Rat an seine Zugeherin, — „finden Sie den Preis ortsüblich und wertentsprechend?“