Uebrigens, daß ich es recht sage, einer war schon anwesend in Dürnbuch. Ein windiger Buchbindergeselle, und der hat das Maul so preußisch spitzen können, daß es einem siedig heiß geworden ist. Wie die Nachricht von der Schlacht bei Kissingen gekommen ist, da waren viele Bürger im Kollergarten beim Bier und haben über das Unglück geredet.
Auf einmal steht der Schmied Kasenbacher auf und schaut über ein paar Bänke hinüber, wo der preußische Buchbinder war. Man hat nicht gewußt, lacht er höhnisch oder lacht er nicht, denn er hat das Maul immer so hinaufgezogen.
„Himmelkreuzdonnerwetter!“ hat der Kasenbacher geflucht, „jetzt wenn ich es aber wissen täte!“
Die Bürger sind aufgesprungen und haben den Preußen umringt, und ein paar Bräuknechte haben schon die Hemdärmel aufgekrempelt. Aber der Buchbinder ist gegangen, und das war sein Glück, denn wir Dürnbucher haben damals keinen Spaß verstanden.
Also ich habe erzählen wollen von der Revolution, wie der Messerschmied Simon den Buchdrucker Schmitt, Gott hab ihn selig, unter den Tisch geschlagen hat.
Das war ein Jahr später, aber es hängt mit diesem furchtbaren Haß gegen die Preußen zusammen.
Nämlich Anno 1867 haben wir schon das neue Militärgesetz gehabt, und es war die erste Kontrollversammlung angesagt.
Das hat besonders draußen auf dem Land böses Blut gemacht.