Der Zug stellte sich wieder auf, nachdem der Nazi die Fahne von den Ehrenjungfrauen zurückbekommen hatte, und man marschierte lustig zur Kirche hinunter.

Ich denk aber, wir gehen nicht mit, weil doch noch mehreres zu beschreiben ist, und schauen lieber zum Oberwirt hinauf, wo für den Frühschoppen und das Mahl schon alles hergerichtet ist.

Der Saal ist bald betrachtet. Er schaut so farbenprächtig aus wie ein Karussel auf der Oktoberfestwiesen; lauter rote und blaue Tüchel hängen an der Wand, und zwischen zwei Fenstern ist allemal ein Spiegel. Die Fenster sind gut zugeschlossen, daß „der Sommerluft“ nicht herein und der Fliegenschwarm nicht hinaus kann. Es ist deswegen schon jetzt recht angenehm warm in dem Tanzsaal. In fünf langen Reihen stehen die Tische, alle sauber gedeckt, was einen freundlichen Anblick gewährt.

In der Kuchel erfragen wir bei der Frau Wirtin, die einen brennroten Kopf auf hat und mit sehr vernehmlicher Stimme ihre Trabanten kommandiert, was es heut für gute Sachen gibt.

Zum Frühschoppen: Lüngerl mit Knödel, hernach Bratwürst und Stockwürst.

Zum Mahl: Leberknödel, Gansjung, Rindfleisch, Gänse und Enten, hernach Schweinernes und Kälbernes, und zum Draufsetzen Schmalznudeln mit Sauerkraut.

„Moanens, daß dös Menü g’langt?“ fragt die Frau Wirtin, da hört man schon um das Eck herum einen schmetternden Marsch blasen.

Das ruft in der Kuchel eine schreckhafte Aufregung hervor.