„Und saftige Matten ...“ fuhr Prinz Xaver fort, aber das Hoch hatte im Pulverfasse der angestammten Liebe gezündet, und die brausenden — oder auch donnernden — Rufe übertönten die letzten Worte vom Vieh des kernigen Volkes.

Der Protektor lächelte gerührt und wurde zum Wagen verbracht, rechter Hand die Stülpnase, linker Hand den dicksten Fleckviehzüchter.

Er fuhr durch beflaggte Gassen an schreienden Menschen vorbei, grüßte allerleutseligst, sah die Herzen, die ihm entgegenschlugen, Triumphbögen, die sich wölbten, und langte auf dem Festplatze an, wo es nicht minder laut blökte, quiekte und brüllte von treuen Haustieren, die ihren Lärm nur so und unwissend warum vollführten. Da sah Prinz Xaver alles, was unter sein Protektorat gestellt worden war. Breitnackige Stiere, die ihn böse anblickten, wollige Schafe, die ihm mild ins Auge schauten; braune, gelbe, weiße Kühe, die ihre Rücken hoch zogen, wenn sie behaglichst ihre Wasser rinnen ließen, Kälber und Schweine.

Die Stülpsnase erklärte eifrig, aber ein besserer Menschenkenner, als Prinzen sind, hätte wohl merken können, daß der bewegliche Beamte auch nicht mehr verstand als der Protektor, welcher nur lebendige Eßwaren in dem Getier sah.

Auch in der viktualischen Abteilung überkamen Prinz Xaver mehr reflektierende als züchterische Vorstellungen. Bei den Krautköpfen dachte er an rosiges Surfleisch, beim Sellerie an gebratene Gänse, bei Kartoffeln an den Fürst und Volk einigenden Nierenbraten, und Rettiche sah er gebeizt, und Zwiebeln geschmort.

Als man zuletzt noch die Hühner, denen man harte und weiche Eier, Ochsenaugen und Rühreier verdankt, besichtigt, gut befunden und gelobt hatte, war so eigentlich die Aufgabe der Königlichen Hoheit erledigt.

Aber eine neuzeitliche Sitte ließ den Prinzen nicht sogleich zur Ruhe kommen.

Es geht ein demokratischer Zug durch unser Volk.

Die Tage, da es in alle Schulbücher kam, wenn der Fürst einen kleinen Mann aus dem Volke leutselig ansprach, sind vorüber, und heute spricht der kleine Mann leutselig den Fürsten an.

Ein Spenglermeister aus Sünzing fand hier den Mut, indem er vortrat, nach Bier roch und treuherzig sagte: