„Geh, Königliche Hoheit, unterschreiben S’ de Kart’n an meine Spezeln, daß de aa ’r a Freud hamm!“

Die Stülpsnase winkte ihm strenge ab, jedoch der Prinz lächelte und setzte seinen Namen auf die fettige Postkarte.

Ein schöner Moment trat ein. Fürst und Untertan Auge in Auge, und der wackere Spengler traf den Ton des echten Volksstückes, als er sagte:

„Königliche Hoheit ... dös ... dös ... kimmt unter Glas und Rahmen, und in hundert Jahr no müass’n d’ Leut’ sehg’n ...“

„Ist schon gut,“ sagte die Stülpsnase und schob den Redner ungnädig weg, denn er roch wirklich sehr stark nach Bier, und auch wollten nun viele die gleiche Gnade erlangen.

„Königliche Hoheit ... an insern G’sellenverein ... dös war an Ehr’ für Kinda und Kindeskinda ...“

„Königliche Hoheit ... an insern Stammtisch ‚De Grüabig’n‘ ...“

Den Prinzen überkamen väterliche Empfindungen, er hielt diese Leute für anhängliche Kinder, ihre Wünsche für naiv, und er hatte keine Ahnung davon, daß hier gar nichts ehrlich oder tiefwurzelnd war, außer seiner eigenen Beschränktheit.

Er schüttelte gütig alle Hände, die sich in seine Rechte schoben, kalte und warme, trockene und feuchte, er unterschrieb wohlwollend alles und setzte seinen Namen neben Ober- und Niedermayer unter ihre Fröhlichkeit.

„Menschen ... Menschen san mir alle ... Jakob Schanderl, Xaver, königlicher Prinz ... Eins ... zwei ... drei ... g’suffa!... Es lebe die Viecherei! Hans Breitsameter, Jakob Leistl, Xaver, königlicher Prinz ...“