Noch verzeihen Sie, verehrtester Herr, wenn ich Sie ersuche, beifolgenden Brief an Herrn Hofr. Winckler, und den andern an Hrn. Julius zu überschicken. Mit ersterem bitte ich die beiden Spanischen Romanzen, mit letzterem den Astolf, wenn Sie ihn durchblättert haben, verabfolgen zu lassen. Beide Herren haben gütigst mir versprochen, meine Tragödie der Dresdener Theater-Direktion zu übergeben.

Mit der innigsten Hochachtung

Ew. Wohlgeboren

ergebenster

W. Haering. (Kochstraße 20.)

II.

Berlin, den 11ten Mai 1835.

Hochverehrtester Herr und Freund!

Ueberbringer dieses wünscht einige Zeilen als Beglaubigung zu seinem Eintritt in Ihrem Hause. Es ist Herr Dr. Fallati aus Stuttgart, Schwager des Justizministers v. Schwab, des Bruders des Dichters, selbst Dichter, wie Sie aus dem Morgenblatte wissen werden, und ein Mann, der, wenn Sie ihn einige Augenblicke gesehen, wohl nicht erst der Empfehlung bedarf.

Ich schließe diese Empfehlung mit diesen wenigen Zeilen, da ich, nach mehrfacher Erfahrung, nicht mehr sicher bin, ob sie zu Ihnen gelangen. Einige Briefe, Freunden, welche Ihre Bekanntschaft zu machen wünschten, mitgegeben, wurden von diesen für nichts angesehen, als was diese Zeilen sein sollen, und gelangten nicht an Sie; was mir sehr leid thut, da sie, nur beiläufig zu jenem Zwecke bestimmt, das Band der Dankbarkeit und Verehrung, was mich an Sie bindet, gelegentlich auffrischen sollten. Alles Das aber zu wiederholen, was ich während mehrerer Jahre dachte und in diesen Briefen niederlegte, dazu gehört eine besondere Stimmung; am wenigsten aber ist der Augenblick dazu geeignet, wo ein Abreisender mich eiligst um ein Paar Höflichkeitszeilen bittet.