Nun noch eine Frage; Ihre Freunde haben sich hier eher vermehrt, als vermindert. Wäre es Ihnen recht, wenn sich dieselben, in ähnlicher Weise wie damals, als Sie zum erstenmal bei uns waren, bei einem Mittagessen auf dem bekannten Karlshofe, um Sie versammelten? Oder wollen Sie nichts dergleichen? Schreiben Sie mir solches aufrichtig und womöglich den Tag Ihrer Ankunft, damit wir hübsch zu Hause bleiben und am Tage des Dichters nicht fortlaufen.
Herzlichst
Ihr
W. Hallwachs.
II.
Darmstadt, d. 2. Juli 1841.
Verehrtester Freund!
Wir schwiegen, weil wir mit Ihnen fühlten.
Ja, kommen Sie doch endlich. Wir harren schon lange. Und wenn es Ihnen und den Ihrigen in meiner kinderreichen Wohnung nicht zu lärmend und unbequem ist, so erfüllen Sie unsere freudige Hoffnung und kehren alle bei uns ein.
Da Sie Montags nach Baden zurückkommen, so schreibe ich dahin. Wenn ich bis Mittwoch den 7. nichts Weiteres von Ihnen höre, nehme ich an, daß dieses Blatt Sie nicht in Baden getroffen, und schreibe nochmals poste restante nach Heidelberg. Findet solches aber Sie zur rechten Zeit, so laßen Sie am 5. oder 6ten eine weitere Zeile an mich abgehen und sagen Sie mir kurz, daß und wann Sie zu uns kommen, auch ob die Damen ihre Bedienung ganz nahe bei sich haben müßen, so wie überhaupt, welche Bequemlichkeiten Sie etwa besonders wünschen. Und wenn nicht Sie, so schreibt vielleicht die verehrteste Gräfin darüber an meine Frau, oder Ihre liebe Tochter Agnes an meine Tochter Auguste.