Schwerlich würde ich aber sobald aus manchen, Eurer Wohlgeboren wegen, gerechten Rücksichten und Bedenklichkeiten gekommen seyn, hätte sich der Eigennutz nicht zum Vorspann gefunden. — Dieser Vorspann liegt, blau eingebunden, vor Ihren Augen. — Beide Hefte waren für die Direction des Dresdener Hoftheaters bestimmt, und ich überredete mich gern, daß ich solche auch an Sie, als Mitglied jener Direction senden könnte, um so auf einem Wege zwei Ziele zu erreichen, da mir ja doch an Ihrer Meinung von meinen Stücken noch mehr, als an deren Aufführung gelegen war.
Das gedruckte Heft ist eine Abkürzung jenes Schauspiels, dessen im Mitternachtblatte (No. 136 v. J. 1826) von Herrn Müllner rühmlich genug gedacht ist. In dieser Umarbeitung ist das Stück von der frankfurter Bühne zur Aufführung angenommen worden.
Das Mspt. wäre als Lustspiel einer Bühne vielleicht willkommener, wenn es überhaupt zur Aufführung geeignet sollte gefunden werden. Ich biete es der Dresdener Bühne vor allen andern an. Es ist die Fortsetzung jenes gedruckten Schauspiels, auf welche dann, zum Schluß einer Art Trilogie, ein Trauerspiel: „Kaiser Ottos (3) Bußfahrt“ — wiewol in anderm Sinn, als das Raupach’sche Stück, folgen soll.
Übrigens ist an das Lustspiel die letzte Hand noch nicht gelegt worden, und es erscheint in vorliegender Abschrift aus Rücksicht auf eine Bühnendarstellung gekürzt. Daher manche zerriß’ne Verszeile und selbst auch die Rolle des Herzogs Udo, der den Abt von Fulda vertritt, welchem in ein Theater keine Eintritts-Karte würde zu verschaffen gewesen seyn.
Sollten Sie nun, verehrtester Herr Hofrath, beide Stücke selber durchsehen können, so wäre mir ein großer Wunsch erfüllt. Sollten Sie es nicht können — und um Alles möchte ich Ihre kostbare und fruchtbare Zeit nicht verkürzen! — so wird es Sie doch nicht beschweren, die Stücke an die Behörde abzugeben, wo solche ihr Glück versuchen mögen.
Noch einmal bitte ich um Vergebung meiner Zudringlichkeit. Ein berühmter Name wird ja so gern für eine offene Zuflucht von denen angesehen, die sich eines höhern Beistandes bedürftig fühlen.
Mit besonderer Verehrung verharret
Ew. Wohlgeboren
ergebenster Diener
Koenig,