Pfarr-Vikar.


Druck von Robert Rischkowsky in Breslau.

Fußnoten:

[1] In Bezug auf diese Bitte erwähnen wir eine Stelle im Kosmos, Bd. II. erste Aufl., pag. 62: „Als sich die Comödie der Spanier bis zu einer hohen Vollendung ausgearbeitet hatte“ — sagt der tiefste Forscher aller dramatischen Litteratur, mein edler Freund Ludwig Tieck — „finden wir oft beim Calderon und bei seinen Zeitgenossen, in romanzen- und canzonen-artigen Sylbenmaßen, blendend schöne Schilderungen vom Meere, von Gebirgen, Gärten und waldigen Thälern: doch fast immer mit allegorischen Beziehungen, und mit einem künstlichen Glanz übergossen, der uns nicht sowohl die freie Luft der Natur, die Wahrheit des Gebirges, die Schatten der Thäler fühlen läßt, als daß in harmonischen, wohlklingenden Versen eine geistvolle Beschreibung gegeben wird, die mit kleinen Nüancen immer wiederkehrt.“ — —

In dem Schauspiel: das Leben ein Traum (la vida es sueño) läßt Calderon den Prinzen Sigismund (Act. I., Sc. II.) das Unglück seiner Gefangenschaft in anmuthigen Gegensätzen mit der Freiheit der ganzen organischen Natur beklagen. Es werden geschildert die Sitten der Vögel, „die im weiten Himmelsraume sich in raschen Flügen regen,“ die Fische, „welche kaum aus Laich und Schlamm entsprossen, schon das weite Meer suchen, dessen Unendlichkeit ihnen bei ihren kecken Zügen nicht zu genügen scheint.“ Selbst dem Bache, „der im Ringelgange zwischen Blüthen hingleitet, gewährt die Flur einen freien Pfad.“ Und ich, ruft Sigismund verzweiflungsvoll aus, der mehr Leben hat, soll bei freierem Geiste mich in mindre Freiheit fügen!

[2] Der Titel des von H. hier citirten Romans ist aus seiner Handschrift um so weniger zu entziffern, als es ein Familienname zu sein scheint. Es kann Bambibre heißen sollen?

Über Enrique Gil verdanken wir der Gefälligkeit des Herrn Dr. Max Karow, Cust. an der k. Univ.-Bibliothek in Breslau, nachstehende Notiz:

„„E. Gil ist Verfasser der Dichtungen „La gota de rocio“ — „La niebla“ — „A Polonia“ — und war Hauptmitarbeiter des Journals „El labirinto,“ in welchem er höchst anmuthig seine Reise durch die Sierra de Leon beschrieb.““