[Iffland, August Wilhelm.]
Geb. am 19. April 1759 zu Hannover, gest. am 22. Sept. 1814, als Generaldirektor der Königl. Schauspiele.
Wie hart in seinen Urtheilen Tieck über diesen Mann gewesen; wie er erst spät, in reiferem Alter, die Gerechtigkeit dem Verstorbenen erwies, deren der Lebende weder als Schauspieler, noch als Theaterdichter, noch als gewissenhafter Führer der Bühnenleitung, als treuer Diener seines Königes sich zu erfreuen gehabt,... das ist bekannt.
In dem kleinen Briefchen vom 21. December 1799 liegt vielleicht der Keim zu dem giftigen Unkraut, welches ein Jahr nachher schon üppig aufgeschossen war zwischen zwei edlen Gemüthern, die sich sonst leicht verständiget hätten.
Sprach doch der alte Tieck ungleich milder und wohlmeinender von Ifflands Verdiensten, wie einst der junge Tieck darüber geschrieben! —
Die zwei nachfolgenden Zuschriften sind, wie wir vernehmen, bereits in Teichmann’s Berliner Theatergeschichte abgedruckt. Sie liegen uns in der Original-Handschrift vor. Wahrscheinlich hatte Iffland, bevor er sie an Tieck sendete, Abschriften für die Kanzelei-Akten vorsichtigerweise zurückbehalten.
Dem sey wie ihm wolle; wir haben darin keinen Grund gesehen, sie hier auszulassen.
I.
Berlin, am 21. Xbr. 99.
Haben Sie das Vertrauen in mich, mir auf drei Tage nur Ihre Arbeit zu senden. Ich will dann mit Gradheit[3], sogleich Ihnen dieselbe zurücksenden und sagen, was wir können, was wir nicht können. Ich hoffe alles für uns davon.