Doch genug und übergenug mit solchen Beschwerden und Klagen, die ein Altmeister in der Literatur einem literarischen Neuling, der eine Lieblingsidee, und wäre sie auch nur auf so Unbedeutendes wie der Plan der Engl. Bibl. gerichtet, ungern verkümmert und aufzugeben sich genöthigt sieht, mit freundlicher Nachsicht zu gute halten wird.
Ich habe dieses Blatt so unverantwortlich in den lieben Egoismus ausschießen lassen, daß ich mir zur Buße, und Ihnen gewiß zur erwünschtesten Erleichterung, das Vergnügen versage, Sie noch länger anzuplaudern, und mit dem herzlichsten Wunsch für Ihr körperliches Wohlergehen und die Fortdauer Ihrer, mir sammt allen Ihren Freunden so hochschätzbaren, geistigen Schaffenslust schließe.
Ihr Sie innigst verehrender
K. A. Frhr. v. Killinger.
Stephanistraße Nr. 10.
II.
Karlsruhe, 14. Januar 1842.
Verehrter Herr und Freund!
Es drängt mich, was sich in mir seit Ihrem letzten Hiersein an neugesteigerten Gefühlen der Dankbarkeit, Liebe und Verehrung gesammelt hat, Ihnen in geschriebenen Worten, da mir mündliche leider unmöglich sind, auszusprechen; ich nehme dazu das neue Jahr, zu dessen Beginn ja selbst lästige Wünsche geduldig hingenommen zu werden pflegen, der Ausdruck ächter Anhänglichkeit und Hochachtung aber eben durch die Jahreswende und deren Bedeutsamkeit wie am Erlaubtesten so am Angemessensten erscheinen dürfte.