K. Hardenberg’s Chiffre ist mir jetzt in der That nicht erinnerlich.

Was Du mir bei der Anordnung anbefiehlst, werde ich beobachten. Ich glaube, man muß, außer da, wo eine oder mehrere Reihen von Stücken zusammen gehören und ein Ganzes machen, die möglichste Abwechselung suchen. Ich werde also auch die Romanzen trennen. Von Friedrich habe ich die übrigen Sachen, die er uns versprochen, immer noch nicht erhalten, ungeachtet meines dringenden Mahnens.

Deine Sonette an Hardenberg können allerdings sehr gut auf die Canzone an ihn folgen, der ich aber noch ein Sonett nachzuschicken denke, so wie überhaupt die Gedichte, die ich unter dem Namen Todtenopfer zusammen fasse, noch mit einigen vermehrt werden sollen. Die Lieder aus dem Ofterdingen schick mir sogleich wieder, mit den übrigen ist es nicht nöthig, bis ich sie etwa fordre, weil ich Abschriften habe nehmen lassen.

Du sagst, Du habest mir das mit Cotta über den Druck des Almanachs Verabredete sogleich geschrieben — dieser Brief muß aber verloren gegangen sein, oder Du irrst Dich; denn jetzt erfahre ich das erste Wort. Ich schreibe nun gleich heute an Frommann, und schicke auch den Anfang des Manuscriptes nach Jena. Wenn Cotta mit Fr. schon gesprochen, so wird dieser auch wissen, wie stark Cotta die Auflage überhaupt, und wie viel auf Velin gedruckt haben will &c. worüber ich bei eigenmächtiger Abrede mit einem Drucker sehr verlegen sein würde. Auf alle Fälle ist Fr. mit Cotta liirt, daß er, falls er selbst seine Druckerei zu stark besetzt haben sollte, für ihn bei einem andern Drucker Anstalten treffen kann. Lateinische Lettern werden nun wohl das beste sein, da Fr. keine recht eleganten kleinern haben möchte. In einigen Wochen werde ich in Jena zurück sein, und die Correctur selbst besorgen können, bis dahin kann sie ohne Bedenken Frommanns Leuten anbefohlen werden, da die Abschriften meistens deutlich sind.

Werde nicht böse, daß ich den Ofterdingen noch nicht mitschicke. Da ihn der Zufall meiner Bewahrung anvertraut hat, so halte ich es für meine Pflicht, ihn auf das sorgfältigste in Acht zu nehmen; denn ich weiß ja nicht einmal, ob der Brouillon, wovon diese Copie genommen, noch vollständig vorhanden ist, und bei so bewandten Sachen halte ich es für zu gefährlich, das Manuscript in der Welt herum reisen zu lassen.

Wozu kannst Du ihn nur so nöthig brauchen? Ueberdies denke ich mich der Erscheinung im Druck mit Eifer anzunehmen; durch meine Vermittelung ist die erste Uebereinkunft mit Unger geschlossen, und ich weiß, daß es Hardenberg besonders darauf ankam, das Buch ganz in der Gestalt des W. M. gedruckt zu sehen. Ich werde bei U. noch einmal anfragen, und dann es mit andern Buchhändlern versuchen, wobei ich solch Format und Druck zur ausdrücklichen Bedingung machen werde. Findet sich auf Michaelis keiner, so müßte man es etwa bei Sander in Commission geben, und die Freunde müßten die Kosten des Drucks durch eine Subscription unter sich zusammen bringen. Ist der Ofterdingen erst gedruckt, so können alsdann die übrigen bisher gedruckten oder ungedruckten Aufsätze und Gedichte von Hardenberg in einem zweiten Bändchen als Anhang folgen.

Du siehst, zu jener Besorgung des Drucks muß ich das Manuscript in Händen haben, und Du müßtest mir also erst Dein Ehrenwort geben, daß ich es auf die erste Mahnung wieder haben solle.

Immer bleibt es also bedenklich, es so herumreisen zu lassen.

Lebe recht wohl. Bernhardi’s grüßen und schreiben nächstens.