Ritter ist fast der einzige, mit dem wir umgehn. Wir sehn ihn jetzt fast täglich, er hat sich für den Umgang seit Kurzem zum Erstaunen entwickelt, und sein Umgang macht mir so viel Freude, als der Umgang mit einem Sterblichen nur immer kann.

Lebe wohl und dichte fleißig. Grüße Deine Frau und Tochter. — Den Winter komme ich nicht nach Berlin, aber Ostern sehn wir uns ja wohl auf irgend eine Weise.

Friedrich S.

Noch eins, und zwar etwas wichtiges. Ideler läßt den D. Q. von mir wieder fordern. Ich habe geglaubt, Du hättest ihm denselben etwa in Berlin wieder gegeben, oder doch ein Wort mit ihm deswegen gesprochen. Ich bitte Dich daher, wenn Du den D. Q. an Ideler gegeben, sogleich eine Zeile desfalls zu schreiben.

Die Oper muß fertig gedruckt sein, doch habe ich den Titel noch nicht zur Correctur gehabt. Ganz rein von Fehlern mag sie wohl nicht sein. Bei dem Journal will ich mir aber alle Mühe geben. Wenn du Jacobi siehst, so sage ihm in Gedanken von mir: — Der mag mich — —!

IV.

Jena, den 5ten Novemb. 1801.

Geliebter Freund!

Du mußt mir verzeihn, daß ich Dir so lange nicht geschrieben habe. Ich war sehr beschäftigt und oft auch gestört durch die Kränklichkeit der Veit, die mich oft sehr unmuthig gemacht hat. Dennoch freue ich mich sehr in der Hoffnung, Dich bald zu sehn. Wir haben viel mit einander zu sprechen, und wollen dann recht viel zusammen sein.

Heute nur das Nöthigste von Geschäften. Die Geschichte der Gothischen Könige kann (Lücke) nicht finden, wie er Dir wohl wird geschrieben haben. Die Charakteristiken hast Du nun. Sowohl den Aeschylus als die guerres civiles kannst Du leicht in Dresden haben, daher halte ich’s für besser, sie lieber selbst mitzubringen.