Mit herzlichster Verehrung und Ergebenheit
Ganz der Ihrige
F. Schlosser.
III.
Frankfurt a/M., 6. Jun. 1842.
Hochverehrtester Freund!
Hierher zurückkehrend von einer vierwöchentlichen kleinen Rheinreise, fand ich vor wenigen Tagen die mir durch Ihre Güte zu Theil gewordene Anzeige der Verlobung Ihrer Fräulein Tochter vor. Mit innigem Antheil vernahmen wir, ich und meine Frau, diese Nachricht, und herzlich vereinigen wir uns in dem Wunsche, daß die Verbindung, deren Kunde wir Ihrer Güte und Freundschaft verdanken, für die Verbundenen und für Sie, in jedem Sinne recht glücklich und erfreulich seyn, und sich reicher ungetrübter Segen daran knüpfen möge. Haben Sie die Güte Ihrer theuern Fräul. Tochter und dem Verlobten derselben diesen unsern herzlichen Antheil und unsre herzlichsten Glücks- und Segenswünsche auszusprechen, und mögen Sie selbst uns immer Ihre uns unschätzbare Freundschaft erhalten.
Wir sind im Begriff, nächstens, so Gott will, nicht später als gewöhnlich, uns ins liebliche Neckarthal zu übersiedeln. Sollten freundliche Sterne Sie dort in unsre Mitte führen, so würde es für uns ungemein erfreulich seyn. Meine Frau, die sich Ihnen herzlichst empfiehlt, bittet mit mir, uns auch dem gütigen Andenken der Frau Gräfin v. Finkenstein empfehlen zu wollen.
Mit inniger Verehrung und Ergebenheit
Ganz der Ihrige