Leider, bin ich noch immer außer Stande, Ihnen die erste Lieferung meiner Schriften zu übersenden. Der Verleger ist wegen der vor kurzem erfolgten Erweiterung seiner Geschäfte durch Verbindung mit zwei anderen gut renommirten Stuttgarter Buchhandlungen, der Riegerschen und Brodhagschen, mit Arbeiten zu überhäuft gewesen, um schon an’s Beginnen meiner Sammlung zu gelangen. Doch soll die zweite Lieferung sich desto schneller an die erste anschließen. Er hat mir auch schon den Probedruck des in Wien gefertigten Stahlstichs meines nach Hartmanns Gemälde gefertigten Porträts übersendet, welches dem Titel des ersten Bandes gegenüber erscheinen wird.

Meine Frau, die auch der Frau Gräfin sich zu Gnaden empfiehlt, trägt mir auf, Ihnen ihren freudigen Antheil an der so glücklichen Hoffnung auf Ihre baldigste gänzliche Herstellung kundzuthun.

Mit innigster Verehrung

Der Ihrige

Schulze.

II.

Dresden, den 25. Decbr. 1843.

Verehrtester!

Ihr so wohlwollender Brief vom 31. d. M. hat mir wahrhafte Beruhigung zugeführt, weil ich fortdauernd in großer Sorge stand, meine Auswahl bei der Sammlung der Launschen Schriften wäre nicht nach Ihrem Wunsche ausgefallen. Mein Vorsaz ist, eher etwas zu viel von meinen Werken wegzulassen, als aufzunehmen, freilich aber fehlt, leider, grade dem Verfasser mitunter das Urtheil, das rechte, über Manches, es kann daher wohl vorkommen, daß er im Weglassen und Aufnehmen mitunter Misgriffe begeht.