Ich bitte Dich mir Alle Deine Hausgenossen recht herzlich zu grüßen — die Comtesse Henriette, die mich so freundlich aufnahm und deren Gesellschaft und stille, verständige Theilnahme, wir recht schmerzlich in den letzten Tagen vermißen, — Deine Frau — Dorothea — Agnes (Heinrich biethet ihr den brüderlichen Kuß). —

Ich kann Dir nicht sagen, wie die Erinnerung an mein Leben in Dresden, mein Zusammenseyn mit Dir, die kleinen vom Wetter begünstigten Touren, mich in der Erinnerung erfrischen.

Baudissin ist mir vorzüglich lieb geworden. Ich bitte ihn recht herzlich zu grüßen — dann den braven, lieben Dahl. —

Dein

treuer

Steffens.

Es würde mich sehr glücklich machen, wenn ich Dorothea als Gast empfangen könnte; aber ich sehe wohl ein, daß es eine Geburth der überspannten Phantasie ist, die nicht in die wirkliche Welt paßt. Noch mehr ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, Dich hier zu sehen. Alle Welt spricht davon, die Zeitungen haben es angekündigt. Ich dächte Du kämest. Herrlich wäre es, obgleich ich wohl einsehe, daß ich Aermster wenig davon haben würde.

XIX.

Berlin, d. 11t. Octbr. 36

Lieber Tieck!