Mit Dir, wie ich höre, geht es gut, obgleich Du noch immer einige Unbequemlichkeiten als Folgen Deines Sturzes empfindest und Deine arme Frau hat sich nun in ihrem Zustande ergeben. Herzlich grüße ich Euch, Ihr Lieben Alle.
Dein
Steffens.
Stieglitz, Heinrich.
Geb. 1803 zu Arolsen im Waldeckschen, gestorben am 24. Aug. 1849 zu Venedig.
Bilder des Orients, 4 Bde. (1831–33.) — Stimmen der Zeit in Liedern (1834.) — das Dionysosfest, Tragödie (1836.) — Montenegro und die Montenegriner, Reiseskizzen (1841.) — Istrien und Dalmatien (1845.) — Erinnerungen aus Rom (1848.) — Eine kleine von Venedig in die bewegte Welt geschleuderte Schrift, worin der deutsche Dichter sein Vaterland verleugnet, und sich als rother italienischer Republikaner ausruft, möchten wir gern vergessen; ihr folgte bald sein räthselhafter Tod.
Wer hätte geahnet, als Heinrich und Charlotte Stieglitz am Schiffsbauerdamm in Berlin, ein hübsches junges Paar, hauseten; als Marmier (auf längere Zeit in Berlin anwesend) sie und ihre Wohnung mit zwei Turteltauben auf zierlichem Nest verglich, und sie als beneidenswerthe Gatten, ihre Ehe als ein seltenes hochpoetisches Glück pries, wovon er den Parisern Wunderdinge zu erzählen denke!.... Wer hätte geahnet, daß Beide so enden würden?