Ihnen zu Liebe habe ich den Cancan gelesen, leider darf ich Ihnen ob des Glaubens: „ich habe ihn geschrieben,“ nicht schmollen; ich plaudre wie der Verfaßer, verspreche aber nie so zu schreiben, denn ich liebe so wenig die Flächen Berlin’s und der großen Mongolei, wie die der Literatur.

Hiebei eine kleine Arbeit, die Se. Majestät wohlgefällig aufgenommen hat, ich lege sie Ihnen vor, nicht in Absicht, damit Sie dafür kämpfen, vielmehr in Hoffnung eines freundlichen Worts für mich privatissime, solches ist mir wünschenswertheste Anerkennung.

Mein Post-Prozeß ist gewonnen, ich reise, nehme aber vorher mit dero gütiger Erlaubniß noch persönlichen Abschied.

Mit treuer Ergebenheit

Vaerst.


Varnhagen von Ense, Karl August.

Geb. am 21. Febr. 1785 zu Düsseldorf, gest. 1859 in Berlin.

Biographische Denkmale, 5 Bde (1824–30.) — Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften, 8 Bde. (1843–59.) — Leben des Generals Seydlitz (1835.) — Leben des Generals Winterfeld (1836.) — Leben des Feldmarschalls Grafen Schwerin (1841.) — Leben des Feldmarschalls Keith (1844.) — Leben des Grafen Bülow von Dennewitz (1853) u. A. m.