Löwenau deutete noch einmal mit dem Dolch auf den Boden und Friedrich erkannte sie und Adalbert. Stumm schloß er Konrad in seine Arme und drückte ihn fest an sein Herz: nun haben wir beide nichts mehr zu hoffen!

Konrad. Das stille Grab, — und Jenseits!

Ein Minnesänger sang die traurige Geschichte und schloß mit diesen Versen:

Jenseit des Grabes wurden sie gekrönt,
Dort wurden ihre Herzen ausgesöhnt.
Oft schweben sie in feierlichen Stunden
Hin durch den wildverwachsnen Tannenhain,
Sie küssen wechselsweis im Mondenschein
Sich liebevoll die Todeswunden.
Manch Kind sieht sie auf Mondesstrahlen schweben,
Und fühlt ein leises schauerliches Beben:
O Mutter! ruft es aus, im blassen Schein,
Durchfahren Geister itzt den Hain. —
Die Mutter spricht: sei ruhig Kind,
In Silberpappeln wühlt der Abendwind.

Hinweise zum Text:

Folgende Änderungen wurden vorgenommen und sind im Text grau unterstrichelt:

Zweifel wälzen dich auf ZweifelZweifel wälzen sich auf Zweifel
Abdallah sah ihn traurig nachAbdallah sah ihm traurig nach
der Frühling wird dich heitre machender Frühling wird dich heitrer machen
bis sich das wilfe Keuchen (…) sich etwas besänftigt hattebis sich das wilfe Keuchen (…) etwas besänftigt hatte
sobald dich meine Laute gerufen hastsobald dich meine Laute gerufen hat
Oder sie ungegesehn in den Strom (…) versenkeOder sie ungesehn in den Strom (…) versenke
fing nun an, die Macht (…) zu glaubenfing nun an, an die Macht (…) zu glauben
andre stürzten Tod niederandre stürzten todt nieder
an dem gräßlichem Thoran dem gräßlichen Thor
ich erlasse sie ihnich erlasse sie ihm
der ihn am nächsten standder ihm am nächsten stand
wann und wie sie pflanztewann und wie ich sie pflanzte
rief ihm die Besitzerin dieses Pallastes zu zurief ihm die Besitzerin dieses Pallastes zu
die ihm bald mit Entsetzen, bald mit Wonne erfülltendie ihn bald mit Entsetzen, bald mit Wonne erfüllten
sah ihm winselnd ansah ihn winselnd an