Abdallah. Dein Gebot ist mein Wille.
Selim. Des edlen Abubekers Tochter.
Abdallah. Du willst es und sie ist meine Gattin.
Selim. Diesen Gehorsam hatte ich von dir erwartet, mein Sohn. Abdallah wird seines Vaters Liebe nicht mit Undank vergelten.
Abdallah. Nein, nie mein Vater.
Selim. Du liebst also nicht, mein Sohn?
Abdallah. Ich liebe nur dich und Omar. —
Selim. Laß diese kindliche Liebe nie in deinem Busen verlöschen. — Abubekers Tochter, — oder meinen Fluch!
Selim sahe ihn mit einem durchbohrenden halberzürnenden Blick an, den Abdallah nicht verstand. Es war ein kalter fester Blick, der sich unauslöschlich mit dem fürchterlichen Worte Fluch in Abdallah's Gedächtniß grub; bei diesem Blicke kehrte plötzlich wie ein Blitzstrahl die sonderbare Unbekanntschaft mit Omar in seine Seele zurück, — als dieser hereintrat.
Er sahe ihn an und es war ganz wieder der alte, freundliche, bekannte Omar; er ging froh hinweg und alle seine ängstlichen Besorgnisse waren verschwunden.