Abdallah hob sein Haupt auf und blieb auf den Knien liegen. — Was ich will? — antwortete er leise. — O diesen großen, schrecklichen, einzigen Augenblick wollt' ich. — Itzt, itzt ist er da! — Was such' ich hier? — Warum kam ich hierher? — Wer bist du?

Er ist wahnsinnig! schrie Ali auf, hinweg mit dem Unsinnigen!

Sklaven näherten sich und wollten ihn hinwegführen, Abdallah widersetzte sich ihnen stumm, — nein, rief er endlich aus, laßt mich! Ich muß hier bleiben, eine große Entdeckung führte mich vor deinen Thron, darum höre mich an. — Ali winkte, und die Sklaven entfernten sich wieder.

Nun sprich! sagte Ali, oder bei meinem Zorn, du gehst nicht lebendig aus diesem Saal!

Ich will sprechen, sagte Abdallah. O ich muß sprechen, von itzt an hab' ich keinen Willen weiter. — O Zulma! Zulma! — Ali, du hast ein großes Kleinod ausgeboten, du hast dem Zulma verheißen, der Selim deiner Strafe ausliefern würde.

Ali. Ja.

Abdallah. Wirst du dein Versprechen halten?

Ali. Beim Propheten!

Abdallah. O so ist sie mein! ich bringe dir das Geheimniß, gegen das du sie austauschen mußt.

Ali sprang heftig auf. — Selim? rief er, Selim? O meine Rache lechzt nach diesem Blute, sprich es aus, wo ist er? Wo kann ich ihn finden?