Seitdem nahm sich Eckart der Regierung mit allem Fleiße an, und jedermann im Lande mußte seinen hohen männlichen Muth bewundern. Es währte nicht lange, so verbreitete sich in allen Gegenden das wunderbare Gerücht von dem Spielmanne, der aus dem Venusberge gekommen, das ganze Land durchziehe und mit seinen Tönen die Menschen entführe, welche verschwänden, ohne daß man eine Spur von ihnen wieder finden könne. Viele glaubten dem Gerüchte, andre nicht, und Eckart gedachte des unglücklichen Greises wieder.

Ich habe euch zu meinen Söhnen angenommen, sprach er zu den unmündigen Jünglingen, als er sich einst mit ihnen auf dem Berge vor dem Schlosse befand; euer Glück ist jezt meine Nachkommenschaft, ich will in eurer Freude nach meinem Tode fortleben. Sie lagerten sich auf dem Abhange, von wo sie weit in das schöne Land hinein sehn konnten, und Eckart unterdrückte das Andenken an seine Kinder, denn sie schienen ihm von den Bergen herüber zu schreiten, indem er aus der Ferne einen lieblichen Klang vernahm.

Kommt es nicht wie Träumen

Aus den grünen Räumen

Zu uns wallend nieder,

Wie Verstorbner Lieder?

Spricht er zu den jungen Herrn,

Vernimmt den Zauberklang von fern.

Wie sich die Tön’ herüberschwungen