Der muß mich in den Armen tragen?

So klagt Burgund und weint im Sprechen,

Und fühlt das Herz im Busen brechen,

Er sinkt dem Eckart an die Brust,

Ist sich sein selber nicht bewußt. —

Der Eckart leise zu ihm spricht:

Der Schmach gedenk’ ich fürder nicht,

Damit die Welt es sehe frei,

Der Eckart war dir stets getreu.

So verging die Nacht. Am andern Morgen kamen andre Diener, die den kranken Herzog fanden. Sie legten ihn auf Maulthiere und führten ihn in sein Schloß zurück. Eckart durfte nicht von seiner Seite kommen, oft aber nahm er seine Hand und drückte sie sich gegen seine Brust, und sah ihn mit einem flehenden Blicke an. Eckart umarmte ihn dann, und sprach einige liebevolle Worte, mit denen sich der Fürst beruhigte. Er versammelte alle seine Räthe um sich her, und sagte ihnen, daß er den Eckart, den getreuen Mann, zum Vormunde über seine Söhne setze, weil dieser sich als den edelsten erwiesen. So starb er.