Da entsetzte sich Reymund recht in seinem innersten Herzen, wurde auch voll Grimms und im ganzen Gemüthe bewegt, deshalb stieg er plötzlich zu Pferde, um selbst nach der Brandstelle des Klosters Malliers hinzureiten. Unterwegs hörte er von allen Leuten ein großes Klagen über den Geoffroy, daß er das schöne Kloster also verderbt habe, sammt allen Mönchen. Er kam selber an den Ort, wo das herrliche Gebäude gestanden hatte, und sah nun die betrübten rauchenden Trümmern vor sich. Er wurde hierauf sehr zornig und schwur, daß, wenn er den Geoffroy habhaft werden könne, er ihn auch eines gewaltsamen Todes wolle sterben lassen. So ritt er wieder im allerheftigsten Zorne nach seinem Hause zurück.

Er stieg vom Pferde ab, ging in seine Kammer, schloß sich ein, setzte sich in höchster Betrübniß nieder, seufzte, weinte und klagte:

Ach Gott! so hat Geoffroy im bösen Muthe

Den eignen Bruder Freymund umgebracht,

Der wollte Mönch sein, dienen Gott, der Gute,

Doch starb er bald, und ruht in schwarzer Nacht.

Ich selber habe mich befleckt mit Blute

Und meinen eignen Vetter todt gemacht,

Ich wollte damals nur das Schwein verderben,

Und ließ am eignen Spieß den Vetter sterben.