Als man den Tisch wieder abgeräumt hatte, legte er sich nieder, und schlief auf die Anstrengung des Körpers und Geistes ruhig und lange. Nach dem Frühstück wurde die Thür mit einigen Ceremonien geöffnet, und ein starker, untersetzter Mann mit finsterer Miene und braunem Gesicht trat herein, dessen grollende Stimme er sogleich für diejenige erkannte, die er schon gestern Abend gehört hatte.
Der finstere Mann warf einen durchdringenden, festen Blick auf ihn, und der Baron, der sich am Morgen eine lange, wohlgesetzte Rede ausgesonnen hatte, um seine Unschuld und das Mißverständniß, das über ihm schweben müsse, aus einander zu setzen, wurde so verwirrt und beängstigt, daß er jedes Wort vergaß und nur wünschte, diesen Besuch erst wieder los zu seyn.
Haben Sie gut geschlafen? fragte der verdrießliche Mann.
„Besser, als ich denken konnte, da ich so plötzlich“ —
„„Lassen wir das! Haben Sie mit Appetit gefrühstückt?““
„O ja — nur wünschte ich das Mißverständniß, den Irrthum schnell aufzuklären; da man mich gewiß für einen andern hält.“
„„Wir kennen Sie, junger Herr, besser, als Sie vielleicht glauben.““
„Besser? sagte der junge Mann, und wurde roth und von Neuem verwirrt. Man hat mich um meinen Namen hier noch nicht gefragt!“
„„Ist auch gar nicht nöthig. Wir wollen keine Rollen mit einander spielen.““
„Rollen? Wie meinen Sie das?“