Hat man Ihnen wohl schon einmal Gesellschaft geleistet? fragte der junge Mann mit listiger Miene.

O ja, sagte der Arzt, mehr als einmal; und Sie leisten mir jetzt eben auch Gesellschaft.

Sie würden sich dafür bedanken, fuhr jener fort, wenn ichs in der Manier thun wollte, wie mein Gesellschafter Walz da drüben in der kleinen Stadt mir die Zeit vertrieb. Da sagten sie, ich müßte einen Gesellschafter haben. Da kam Herr Walz, der dazu bestellt war. Das gab ein Gesellschaftsleisten, daß mir des Abends alle Rippen weh thaten.

Wie so?

Er schlug immer um sich, und wir konnten uns gar nicht vertragen; aber ich durfte ihn niemals wieder prügeln. Ja, wie gern möcht’ ich ihm auch einmal so recht Gesellschaft geleistet haben! Wenn ich verdrießlich war, schlug er; war ich nicht aufgeräumt, ließ er mir zur Ader; ein paar Mal ließ er mir auch Zähne ausziehn, — die beiden hier: weil er sagte, ich wäre zu böse, die Zähne wären schon nichts nütz und thäten mir nur jetzt oder in Zukunft einmal weh. Den andern habe ich einmal beim Essen verloren.

Aber diesen Augenzahn hier? fragte der Arzt.

Der fehlte mir schon, antwortete jener ganz ruhig, vor meiner Zeit.

Vor Ihrer Zeit? Wie verstehn Sie das?

Lieber Himmel, Sie sind recht schwer von Begriffen! Vor meiner Zeit — ach! lassen Sie mich zufrieden und haben Sie mich nicht zum Narren! sagte er ganz böse.

Verzeihen Sie, fiel der Arzt ein, ich verstehe Sie jetzt schon; ich begreife nur langsam, wie Sie ganz richtig bemerkten.