Ich danke, sagte jener; bald so, bald so; aber ich träume oft schwer und fürchterlich, und tobe dann und lärme in der Nacht. So hatte ich auch diese Nacht einen ängstlichen Traum.
Was war das für ein Traum?
Pankraz! rief Theophil dem Diener zu: was träumte mir diese Nacht?
Der Alte trat näher und sagte verdrießlich: das kann ich nicht wissen.
Sehn Sie den eigensinnigen Menschen, rief Theophil aus, ich lasse ihn bloß deßwegen in meiner Stube schlafen, daß er alles wissen soll, was ich denke und träume; aber er ist so träge, daß er sich fast nie darum bekümmert. Wenn Du es nicht weißt, wer soll es denn wissen? Dazu sollst Du die Aufsicht über mich haben!
Es ist aber nicht möglich, ereiferte sich Pankraz. So wollen Sie auch immer von mir wissen, was Sie denken, oder gedacht haben; wie soll ich das anfangen?
Durch Liebe, einfältiger Mensch! rief jener aus. Du sollst mit mir so eins werden, daß wir unsre Seelen gemeinsam haben, dann wird es mir weniger sauer werden, über Vieles nachzusinnen; denn dann denk’ ich in Dir, und Du hast bloß die Mühe davon.
Dann müßte ich aber auch für uns Beide essen; sagte Pankraz mit Lächeln.
Nein, erwiederte Theophil; das würd’ ich gern übernehmen, und zwar in Deinem Namen mit; ich die Wurzel und der Stamm, Du die Blume und Frucht.
Bei dieser Stimmung schien es dem Arzte möglich, den Kranken über den Gegenstand zu prüfen, den zu berühren er außerdem ängstlich würde vermieden haben. Er ging also näher und fragte ihn leise: haben Sie lange keine Nachrichten von Blanka erhalten?