Antonio nahm alle Briefschaften, die Kleidungen des Kindes, alle Beweise ihrer Geburt. In der Thür begegnete ihm schon jener Furchtbare, der sich Beresynth nannte. Er eilte, und war so leichten Herzens, so beflügelt, daß er den Sturm hinter sich nicht vernahm, der die Gegend zu verwüsten und die Häuser aus ihren Gründungen zu heben drohte.
Bei nächtlicher Weile untersuchten die überglücklichen Eltern die Briefe, und diese, so wie die Kleider überzeugten sie, daß diese zweite Crescentia ihr Kind sei, die Zwillingsschwester jener gestorbenen, die sie in der Taufe damals Cäcilie genannt hatten. Der Vater holte am Morgen das schöne bleiche Mädchen aus dem Kloster, die sich wie im Himmel fühlte, edlen Eltern anzugehören, und einen Jüngling, der sie anbetete, wieder gefunden zu haben, dem sie in jener Nacht auf ewig ihr ganzes Herz hatte schenken müssen.
Rom sprach einige Zeit von den beiden Unglücklichen, welche das Gewitter erschlagen hatte, und Ambrosio lebte nachher mit seiner Gattin, der wieder gefundenen Tochter und seinem Eidam Antonio in der Nähe von Neapel. Der Jüngling verschmerzte im Glück der Liebe die Leiden seiner Jugend, und an Kindern und Enkeln trösteten sich die Eltern über den Verlust der schönen und innig geliebten Crescentia.
Anmerkungen zur Transkription
Der Originaltext ist in Fraktur gesetzt. Im Original g e s p e r r t hervorgehobener Text wurde in einem anderen Schriftstil markiert. Textstellen, die im Original in Antiqua gesetzt sind, wurden in einem anderen Schriftstil markiert.
Die variierende Schreibweise des Originales wurde weitgehend beibehalten. Lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert, teilweise unter Verwendung weiterer Ausgaben, wie hier aufgeführt (vorher/nachher):
- ... Gesprächen zu und wünschte sowie die Andern über ungesalzene ...
... Gesprächen zu und wünschte [so wie] die Andern über ungesalzene ... - ... in dieseir Hinsicht so vieles zu verbessern ist. ...
... in [dieser] Hinsicht so vieles zu verbessern ist. ... - ... Schon n der Nähe des freundlichen Thorschreibers fielen ...
... Schon [in] der Nähe des freundlichen Thorschreibers fielen ... - ... hatte, hielt, nachdem viel über die Fortschritte in ...
... [hatten], hielt, nachdem viel über die Fortschritte in ... - ... verließen sie die Chausse, um auf schlechten Wegen nach dem ...
... verließen sie die [Chaussee], um auf schlechten Wegen nach dem ... - ... Stücke, die gespielt wurden. Sie waren so origiginell, ...
... Stücke, die gespielt wurden. Sie waren so [originell], ... - ... selsam zu seyn glaubt, die Stellen nachweisen, die er nur ...
... [seltsam] zu seyn glaubt, die Stellen nachweisen, die er nur ... - ... Eulen und Fledermäuse gehören, mit meiner Nachwelt, die ...
... Eulen und Fledermäuse gehören, mit meiner [Nachtwelt], die ... - ... und zukneifend, und sucht aus und wählt, hebt auf und registirt, ...
... und zukneifend, und sucht aus und wählt, hebt auf und [registrirt], ... - ... kommen, denn Schmaling war zu sehr von Ehrfurch durchdrungen, ...
... kommen, denn Schmaling war zu sehr von [Ehrfurcht] durchdrungen, ... - ... zu denen ihn aber der forschende Graf in künstlichen Wendnngen ...
... zu denen ihn aber der forschende Graf in künstlichen [Wendungen] ... - ... Freigeist und Uebervernünftigen so mit beiden Beiden in die ...
... Freigeist und Uebervernünftigen so mit beiden [Beinen] in die ... - ... Verbindungen nicht, und wußte eben so wnig, wie diese jetzt ...
... Verbindungen nicht, und wußte eben so [wenig], wie diese jetzt ... - ... flehenden Blick für ihre Mutter ein, daß se n Zorn entwaffnet ...
... flehenden Blick für ihre Mutter ein, daß [sein] Zorn entwaffnet ... - ... der Erde dorthin zogen, zu zersteuen, und seinen Freund ...
... der Erde dorthin zogen, zu [zerstreuen], und seinen Freund ...